Ev. Jugend in der Nachbarschaft Buchholz

…Natürlich gibt es Situation, in denen es legitim ist, gewisse Dinge verboten zu bekommen. Wenn es um die Gesundheit und die Sicherheit der anderen Person geht. Aber trotzdem ist es nicht zufriedenstellend mit der Begründung, man sei zu jung, abgespeist zu werden. Egal, ob es darum geht, über die eigenen Fähigkeiten hinauszuwachsen oder Verantwortung für eine Sache zu übernehmen.
Aus Fehlern lernt man und auch, wenn es nicht schön ist oder man diese Misserfolge verhindern könnte, muss man manche Erfahrungen selbst machen. Ich denke, man sollte jede Erfahren wertschätzen, egal ob sie positiv oder negativ war, denn die Erfahrungen sind das, was uns prägen. Jede:r ist die Summe seiner oder ihrer Erfahrungen.

Die Evangelische Jugend ist ein Ort, an dem ich persönlich sehr viele schöne und wegweisende Erfahrungen sammeln konnte und noch immer kann: Auch, wenn ich im Umgang mit anderen Fehler gemacht habe, konnte ich aus ihnen lernen. Diese Situationen haben mich im Leben weitergebracht.

Mit 18 Jahren gehöre ich in der Evangelischen Jugend schon langsam zu den „Älteren“ und „Erfahreneren“. Zwischendurch schaue ich zurück und stelle fest, dass ich "früher" als Konfirmand und junger Teamer selber zu den älteren Teamer:innen aufblickt habe. Mein Ziel war es eben diese Erfahrung zu machen, wie sie. Inzwischen habe ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen. Von Freizeitleitungen bis hin zu Gremiensitzungen habe ich schon viel erlebt. Und genau in den Situationen, in denen ich mich zu jung gefühlt habe, hatte ich den Rückhalt der Gemeinschaft. Und so konnte ich wachsen und dazulernen.

Jung sein ist etwas Schönes. Man geht viel unbefangener an jegliche Situationen heran und ist freudig gegenüber jeder neuen Erfahrung. Diese mutige Offenheit zeichnet unsere Gemeinschaft in der Evangelischen Jugend aus, in der niemand sagen muss: "Ich bin zu jung."

 

Peer Kleiner (25.03.2022) – Jugendgruppenleiter