Hans J. Geppert

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Und trotzdem mache ich immer wieder die dümmsten Fehler. Weil mir mal wieder meine Emotionen meinen Verstand vernebelt haben. Und meine Gefühle sitzen bekanntlich nicht im Kopf. Sondern im Herzen.

Das Herz ist –wie es das Wort bereits sagt - der Ort der Herzlichkeit. Herz reimt sich auf Schmerz, und wer seine Liebe ausdrücken möchte, malt ein Herz aufs Papier. Selbst wütend bin ich von Herzen, und manchmal bricht mir der Schmerz das Herz. Geduld ist sicherlich eine Sache des Kopfes, weil ich weiß und erklären kann, warum ich warten sollte oder sogar muß. Durchzuhalten, bedarf es dann doch eines ruhigen Herzens.

Der Abstand zwischen Kopf und Herz ist ziemlich groß. Bei Erwachsenen sind es cirka 40 Zentimeter, bei Kindern deutlich weniger. Und bei dem, dem das Herz in die Hose gerutscht ist, ist der Abstand noch weiter.

Ich der Bibel gehören Herz und Hirn zusammen. Da wird mit dem Herzen gedacht und geplant, und aus dem Herzen heraus werden vernünftige Willens- und gute Gewissensentscheidungen getroffen. In den Psalmen lese ich, wie der Beter darum bittet, daß Kopf und Herz wieder zusammengehören: „Schaffe in mir Gott ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“ Beides soll sein.

Wo das Herz schlägt, ist das Zentrum unserer Lebenskräfte. Das zu wissen, bedarf es keiner frommen Sprüche, sondern allenfalls eines funktionierenden EKGs. Augen, die mit dem Herzen sehen, sehen tatsächlich weiter, und Ohren, die mit dem Herzen hören, hören mehr. Worte, die von Herzen kommen, sprechen eher an und werden leichter verstanden. 

Wir wissen, daß noch ein paar Wochen vergehen müssen, bis es endlich Heilig Abend ist. Mit Überlegungen für Plätzchen und Lichterketten machen wir uns die Zeit des Wartens ein wenig schmackhafter und heller. Und mit einem geduldigen Herzen leichter. 

 

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Hans J. Geppert