Hans J. Geppert

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Denn wie sonst ist zu erklären, daß wir sogar mittels Rundfunk und Fernsehen angesichts möglicher Ansteckung mit Covid 19 regelmäßig ermahnt werden, die Handhygiene ernst zu nehmen?

Ein flotter Moderater hat mir sogar beigebracht, daß man am besten beim Händewaschen viermal „happy birthday“ singt.  So lange nämlich solle ein gründlicher Waschvorgang dauern. Man könne sich ja mehrere Personen vorstellen, denen man durch Nennung ihrer Namen alles Gute wünscht. Sie müßten auch nicht unbedingt gerade heute Geburtstag haben.

Mehr noch: Ein britischer Jugendlicher hat eigens eine passende Internetseite eingerichtet. Auf „wash your lyrics“ kann man ein Plakat mit den persönlichen Lieblingsliedern stellen, die die Liedzeilen den Handgriffen zuordnen.

Ich habe es mir statt komplizierten Internetausrufs einfacher gemacht und mein Händewaschen mit „Viel Glück und viel Segen“ kombiniert. Das geht auch. Viermal gesungen reicht, und ebenso, daß ich vier unterschiedliche Menschen mit meinen Segenswünschen bedenke. Fürs erste jedenfalls. Finde ich. 

Ich stelle mir immer wieder andere Menschen vor, im Laufe eines Tages kommen einige zusammen: gute Freunde, flüchtige Bekannte, ehemalige Kollegen, meine Tante, den trotteligen Verkäufer, die Kassiererin im Supermarkt. Und, und, und. Fast beiläufig denke ich beim Händewaschen an andere Menschen und daran, daß es schön wäre, sie erlebten Schönes. Gleichsam nebenbei wünsche ich Ihnen  viel Gutes. Und Gottes Segen.

Ob diese Menschen dann tatsächlich einen paar schöne Lebensstunden mehr haben, gar gesegnet sein werden, weiß ich natürlich nicht. Das liegt auch nicht in meiner Hand. Und deswegen muß ich auch keine Rückmeldung bekommen.

Aber wünschen kann ich es ja. Ihnen, die Sie das lesen, übrigens auch. Auf all Ihren Wegen.

Ich freue mich auch über eine E-Mail von Ihnen, klicken Sie einfach auf meinen Namen: 

Hans J. Geppert