Hans J. Geppert

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Auf der anderen Seite ist es schade, daß diese schöne Umkleidung eine solch kurze Lebensdauer hat: ausgepackt, zerknüllt oder zerrissen und zum Altpapier geworfen.

Geschenkpapier erfreut nur für einen kurzen Moment sowohl mich, wenn ich verpacke, wie den, der auspackt. Niemand käme auf die Idee, das, was geschenkt wird, ewig stehen zu lassen, nur weil es in seiner Verpackung so schön aussieht. Wobei auch die kurzen Momente Freude machen, mir selbst, der ich gebe, wie dem, der empfängt. 

Vielleicht macht es ein liebender Gott ebenso. Das, was er uns schenkt, wirft er nicht einfach mal schnell vom Himmel herunter, sondern verpackt es für uns: in Worten, mit denen von seiner Güte erzählt wird; oder in Taten, die uns seine Hilfe spüren lassen. Schließlich hat Gott, wie es so schön heißt, nur unseren Mund und unsere Hände. Also die Worte und Taten unserer Nachbarn, Liebsten, Freunde, manchmal gar unserer vermeintlichen Feinde. 

Auspacken freilich müssen wir selbst, und das heißt, die Ohren für Gottes Worte offen zu halten und die Augen für sein Tun aufzusperren.

Seine menschliche Verpackung ist freilich nicht so schnelllebig wie die meiner Geschenke, sondern hält, bis ich diese Welt einmal verlassen werde. Sogar darüber hinaus.

Wie war das doch noch mit Weihnachten? Da kommt Gott sehr, sehr menschlich zu uns. Und schenkt uns alles,, was er zu verschenken hat. Sich selbst.

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Hans J. Geppert