Dawid Zakrzewski

...Letztes Jahr im Sommer war ich auf dem Weg, auf dem Camino de Santiago. Ich bin zusammen mit einer Gruppe junger Menschen eine ca. 250 km lange Strecke von Porto nach Santiago de Compostela gepilgert. Vor der Reise wusste ich kaum was über den Jakobsweg und was mich erwarten würde. Ich kannte nicht mal meine Mitpilger. Doch schon nach dem ersten Tag, war mir klar, dass ich hier auf dem richtigen Weg bin. Dank der täglichen körperlichen Herausforderungen und den geistigen Gesprächen und Erlebnissen, ist die Gruppe sehr schnell zusammengewachsen. Dadurch haben wir viele sehr schöne Tage miteinander verbracht.

Aber, warum bin ich eigentlich gepilgert? Ich wollte eine Antwort nach meinem richtigen Lebensweg bekommen. Ist das Theologiestudium wirklich was für mich? Und überraschender Weise wurde meine Frage schon nach dem ersten Tag beantwortet: Ja, ich möchte Theologie studieren, mich mit Gott und den Menschen beschäftigen und später die Frohe Botschaft verbreiten!

Manchmal ist es hilfreich, eine Sache aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Zum Beispiel, indem wir in den Urlaub fahren, nehmen wir zu unserem Alltag Distanz auf und sehen einige Herausforderungen anders oder haben sogar schon gute Lösungsvorschläge. Somit ist das Wegfahren gleichzeitig auch Heimfahren, weil wir in einer fremden Umgebung uns selbst anders wahrnehmen. Wir sehen uns und alles, was uns beschäftigt, aus einer anderen Perspektive. Und das hilft uns, uns weiterzuentwickeln.

Was können wir aber tun, wenn wir kein Reiseziel haben, wenn wir den Weg nicht kennen? Diese Frage hat auch Thomas im vierzehnten Kapitel des Johannesevangeliums gestellt. Jesus antwortete ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater kennen“.

 


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Dawid Zakrzewski

 

 

 

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