Hans J. Geppert

... Der Mann war die Arbeit auf dem Felde gewohnt. Eines Tages brannte aber - wie jetzt bei uns – die Sonne besonders sengend vom Himmel, und beim Binden der Gerste brach Manasse zusammen. Körperliche Anstrengung, zu wenig getrunken, Diagnose Hitzschlag, Folge Exitus. Nachzulesen im Buch Judith, Kapitel acht.

Oder Jona, der aus dem Bauch des Fisches. Er wünschte sich den Tod, anders als Manasse. Als ihm die Sonne auf den Kopf stach, wurde er matt. Freilich starb er nicht. (Jona 8). Woraus wir lernen, gleichsam als Nebenlehre, dass es bei Gott nicht immer nach unseren Wünschen geht.

Überhaupt ist Hitze ja nichts Ungewöhnliches. Sie gehört in der Schöpfung dazu, Klimawandel hin, Wetterprognose her: Also sollen, solange die Erde steht, nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Das ist Gottes Verheißung und Versprechen seit Urzeiten. Auch, wenn die Hitze manchmal nervt.

Für Jesus war sie selbstverständlich. In Jerusalem kann das Thermometer bis auf 40 Grad klettern, im Jordangraben sogar noch heißer werden. Eine Taufe dort war sicherlich ein wichtiges religiöses Ereignis und Erlebnis, aber zusätzlich wahrscheinlich auch noch Erfrischung.

Wobei wir die Bibel nicht zwingend wörtlich, wohl aber beim Wort nehmen sollten, wenn Jesaja im 42. Kapitel sagt, dass Gott nicht nur Zuflucht vor dem Ungewitter bietet, sondern ein Schatten ist, der Schutz bietet vor der Hitze des Lebens.

Ganz am Schluss wird es dann besonders heiß, wie uns die Offenbarung des Johannes im siebten Kapitel prophezeit: Am Ende aller Tage steht uns eine apokalyptische Hitze bevor, in der Feuer die Himmel durchzüngeln und die Elemente vor Hitze schmelzen. Aber das warte ich gelassen ab.
 

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Hans J. Geppert